Bei mir klappt das nicht!

Kennen Sie diesen Spruch: „Bei mir ist Hopfen und Malz verloren – ich habe es schon mehrfach versucht und ich scheine es einfach nicht hinzubekommen.“

Hört sich für mich sehr nach Resignation an und öffnet mir immer wieder die Augen, wie schnell viele Menschen schon aufgeben und auch wie hoch Ihre Anforderungen an sich selber hinsichtlich eines zeitnahen Gelingens, von was auch immer, ist.

Egal ob Personal- oder Business Coaching Klienten, egal ob es sich also um Übungen zur Verbesserung der Privatsituation oder in Bezug auf einen beruflichen Kontext handelt – viele meiner Klienten sind der Auffassung, dass eine Zielerreichung schwer umsetzbar bis hin zu unmöglich ist, wenn Sie bereits drei, vier Mal gescheitert sind.

Dabei sind die Gründe für ihr Scheitern vielschichtig und ich möchte drei oft vergessene hier kurz rudimentär in Erinnerung rufen:

1. Denk- und Verhaltensmuster sind über die Zeit starr geworden und es braucht eine gewisse Zeit alte Strukturen aufzubrechen. Dieser Tatbestand ist vielen gar nicht so bewusst. Weder haben viele ein Bewusstsein über ihre alten Strukturen und Verhaltensabläufe, die wie einprogrammiert ablaufen, noch ist ihnen bewusst, dass es ein bisschen Übung und Zeit bedarf, diese alten Datenautobahnen im Gehirn zu verlassen und sich und sein Verhalten neu auszurichten.
Hier gilt es sich bewusst zu machen, dass Veränderung(en) für jeden jederzeit 100% realisierbar ist (sind) und das jede kleinste Veränderung bereits einen Fortschritt darstellt, an dem Sie sich erfreuen dürfen.
Eine kleiner Tipp: Eine Dokumentation solch kleiner Erfolge wirkt dabei sehr unterstützend. Oftmals zollen wir den kleinen Erfolgen viel zu wenig Aufmerksamkeit & Respekt. Doch die Ansammlung dieser vielen kleinen Schritte, führt uns zum eigentlichen Ziel und sollte deshalb stets anerkannt werden.
2. Was wir nicht nutzen, geht uns früher oder später an Fertigkeit(en) verloren.
Wenn Sie Mal eine gewisse Zeit lang einen Gips hatten und dann wieder laufen wollen, kennen Sie das Gefühl, dass die Muskeln erst einmal wieder trainiert werden müssen.
So geschieht es mit fast allen Fertigkeiten. Sitzen wir z.B. tagtäglich am gleichen Platz an unserem Esstisch, am gleichen Arbeitsplatz, fahren wir immer wieder den selben Weg zur Arbeit etc., verlieren wir mehr und mehr die Fertigkeit der breiten, umfassenden Wahrnehmung, da wir uns neuen Reizen nur noch wenig aussetzen.
Es ist also nicht verwunderlich, wenn wir erst wieder trainieren müssen, diese wunderbaren und uns gegebenen Fertigkeiten zu nutzen und sozusagen wieder aufleben zu lassen. Ein solcher „Wachkitzler“ bedarf erstens der Realisierung und zweitens der regelmäßigen Übung dieser brachliegenden ureigenen und tollen Ressourcen.
3. Der für mich elementare Grund aber, der vor allem für jeden so schön nachvollziehbar ist, ist das viele Menschen vergessen haben „beharrlich“ zu bleiben; eine Fähigkeit die wir alle als Kinder in großem Masse hatten. Wie oft sind wir als Kind hingefallen, bevor wir Laufen gelernt haben? Unzählig viele Male und sicherlich sind einige Stürze auf diesem Weg sogar recht schmerzvoll gewesen und DENNOCH blieben wir als Kinder dran und gaben nicht auf, BIS wir dieses Ziel endlich erreicht hatten.
Später dann mit 4 oder 5 Jahren, fragten wir als Kinder beharrlich unzählige Male bei unseren Eltern ein und dasselbe nach, obwohl es schon mehrfach ein ‚Nein’ als Antwort auf unsere Frage gegeben hatte.
Diese Beharrlichkeit und dieser Glaube an das Gelingen ist es, den sich viele Menschen wieder in Erinnerung rufen mögen.

In diesem Sinne, Ihnen eine gute Zeit mit mehr Geduld im Umgang mit sich selbst, einen gesunden Glauben an das Gelingen Ihrer Ziele und ganz, ganz viel Beharrlichkeit!

Herzlichst
Ihre Alexandra Kröger

Personal- und Business Coach München