Weihnachten ohne Stress und Familienkonflikte - Das wäre nicht nur schön, sondern ist auch machbar!

Weihnachten nähert sich mit schnellen und merkbaren Schritten.
Schon Wochen vorher baut sich der Stresspegel so langsam aber deutlich auf.
Der Terminkalender scheint zu platzen – neben Firmenfeiern oder solchen mit Kunden, stehen auch noch Festivitäten von Kindergarten und Schule mit auf dem Programm.

Jeder möchte einen noch mal kurz auf dem Weihnachtsmarkt oder zum vorweihnachtlichen Punschabend sehen, Plätzchen müssen gebacken und Geschenke gekauft werden und als wäre das nicht alles schon genug des Guten, steht der normale Alltag mit Arbeit, Haushalt ja auch noch an.

Gerade aber vor Weihnachten ist es auch besonders im Job oft sehr stressig.
Die Zeit zu Arbeiten wird aufgrund der besagten Veranstaltungen sehr knapp und ganz nebenbei stehen auch noch so emotionsgeladene Dinge wie ‚Jahresabschlussgespräche’ ins Haus.

Kurz und knapp: Es gibt hinreichend Gründe, dass wir aus dem sogenannten ‚letzten Loch’ pfeifen und unsere Nerven an den eigentlichen Feiertagen blank liegen.

Stressbewältigung und Konfliktmanagement:
Wie aber ist dieser Stress zu bewältigen? Wie können wir vorprogrammierte Konflikte bereits im Vorfeld erkennen und gar lösen?
Hilfreich an dieser Stelle ist bereits, wenn wir uns dieser besonderen Belastung bewusst werden und alle Beteiligten das Wissen aufbauen, dass die Tage vor dem Fest für viele von uns mit besonderen Anstrengungen verbunden sind und dass sich ebenso viele nach Entspannung und auch persönlichem Freiraum sehnen.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf macht es zum Beispiel ganz besonders Sinn, anstehende Aufgaben und Arbeiten so gute es geht zu planen und parallel dazu eine extra Portion Flexibilität mit an den Tag zu legen.

Wer macht was genau vor den Tagen und was am Heiligen Abend? Wie werden die Aufgaben über alle Familienmitglieder gut verteilt? Wer kauft den Baum, wer schmückt das Haus, wer kauft das Essen, wer die Geschenke uns so weiter.

Ganz besonders sind hier die Mütter gefragt, auch mal etwas zu delegieren oder den aufwendigen Braten zum Wohle aller gegen eine kalte Platte oder Nudelsalat zu tauschen.
In Punkto Flexibilität heißt das, dass jeder die ihm übertragenen Aufgaben nach seinem besten Wissen und Gewissen erfüllt und die damit nicht Beauftragten mit dem Ergebnis dann ihrerseits tolerant umgehen.
Vielleicht hätte die Frau des Hauses einen geraderen Baum gekauft oder einen der weniger nadelt – doch dieses Jahr haben halt Papa und die Kids sich für eine windschiefe Alternative entschieden.
Die konkrete Aufgabe zur Stressbewältigung heißt hier:
Erfreuen Sie sich an den positiven Dingen und üben Sie anderen Dingen gegenüber Toleranz & Gelassenheit!
Und mal Hand aufs Herz: Sind mehr Zeit & Muße nicht auch mehr wert und somit weitaus positiver als ein gerader oder perfekt geschmückter Baum?

Die lieben Verwandten & Eltern:
Eltern die an den Feiertagen zu Gast bei Ihren Kindern sind, sind nicht immer per se Eindringlinge mit feindschaftlichem Anliegen.
Sie müssen auch nicht zwangsläufig alles vorgesetzt bekommen und Ihnen muss auch keine heile Welt vorgegaukelt werden.
Im Gegenteil! Ich höre immer wieder von älteren Klienten, dass sie gerne bei den Kindern mit anpacken und bei den Vorbereitungen helfen würden, es Ihnen aber entweder abverlangt wird, sich um nichts zu kümmern oder aber sie sogar dass Gefühl haben, sie würden es alles ja eh nicht richtig machen.
Auch das Bild des perfekten Schwiegersohnes oder der perfekten Schwiegertochter ist für beide Seiten recht mühsam und völlig unnötig aufrecht zu erhalten.
Wenn nicht in unserer Familie, wo sonst dürfen wir so sein wie wir sind: neben all den Vorzügen natürlich auch mit unseren Ecken & Kanten. Wir dürfen also trotz der Feiertage noch wir selbst sein!
Zum Wort Flexibilität & Toleranz kommt also hier noch Authentizität und Offenheit mit ins Spiel.

Wie unterdrückte Bedürfnisse Konflikte schüren:
Wenn wir nun alles gut vorbereitet haben, viele fleißige Hände mit anpacken, warum kommt es dann dennoch an der Feiertagen so oft zum handfesten Krach?

Die Frage lässt sich sehr leicht beantworten:
1) die Feiertage sind auch nur ganz normale Tage und wie auch sonst über das Jahr verteilt gibt es das normale Konfliktpotenzial.
2) der wesentliche Unterschied ist, dass wir oft meinen alle immer alles zusammen machen zu müssen und der in den Wochen vorher aufgebaute Wunsch nach ‚Freiraum’ hier oftmals viel zu kurz kommt.
3) Unsere Nerven sind einfach aufgrund der ‚Extra gelaufenen Meile’ der Zeit davor zudem nicht ganz so stabil und völlig normale Konfliktsituationen kochen deshalb oft unnötig hoch.

Meine Empfehlung für den Stressabbau und möglichst konfliktfreie Weihnachtstage:

- Gutes Aufgaben– und Zeitmanagement im Vorfeld und während der Feiertage
- Weniger ist hier mehr
- Aufgaben die auch andere machen können delegieren
- Auch mal 5 gerade sein lassen und mehr Flexibilität und Toleranz an den Tag legen
- Authentizität & Offenheit üben.
- Den Fokus auf die vielen positiven Dinge legen und nicht auf die, die vielleicht nicht funktionieren
- Anderen Freiräume lassen und sich auch selbst mal Freiräume nehmen; um eine Familie darzustellen muss man nicht zwangsläufig 24 Stunden aufeinander glucken

In diesem Sinne – Ihnen eine schöne und möglichst stressfreie Vorweihnachtszeit und entspannte Feiertage!